Warum sind so viele Firmenblogs fad?

Warum Firmenblogs oft so richtig fad sind und was Sie tun können, um dies zu vermeiden? Die Antworten finden Sie in diesem Artikel.

Kennen Sie das, wenn Sie auf einem Firmenblog landen, bei dem einfach stumpf und stur das Produkt beworben wird? Beim Lesen schläft einem da oft das Gesicht ein – oder man klickt einfach weg – aber das muss nicht sein!

„Kaufen Sie unser Produkt x – es hat <Liste von technischen Details hier einsetzen>. Die Firma y hat jahrelange Expertise in der Entwicklung und im Verkauf von Produkt x…“ – Na, überlegen Sie schon, weiterzuklicken? Ich kann es Ihnen nicht verübeln. Bei einem ähnlichen Text sind Sie vermutlich schon häufiger gelandet und haben sich gedacht: „Warum soll ich das eigentlich lesen? Das ist ja wieder nur Werbung.“ Und wissen Sie was? Damit haben Sie völlig recht. Firmenblogs – und übrigens auch Firmen- und Vereinszeitungen – sind natürlich dazu da, Ihr Unternehmen oder Ihren Verein zu positionieren. Beliebter sind aber Inhalte, die für ihre Nutzer*innen einen echten Mehrwert schaffen. Nutzen Sie Ihre Publikation, um den Funken überspringen zu lassen und andere mit Ihrer Begeisterung für die Sache anzustecken! Wie Sie das schaffen? Hier finden Sie ein paar Tipps.

Reden Sie mit den Leuten!

Denn um die sollte es eigentlich gehen. Was die Firma anpreisen möchte, hat Platz in einer Werbeeinschaltung. In den klassischen Medien wie Zeitung, Radio oder TV oder digital – oder einen Mix aus beidem. Das kommt ganz auf die Zielgruppe an. Was sich Ihre Kunden* von Ihrem Blog erwarten? Neue Ideen. Sachen zum Lachen oder zum Nachdenken – das kommt auch etwas auf Ihre Nische an. Wichtig ist: Ein Firmenblog bietet Platz für Emotionen. Und gerade kleinere Firmen, Start-Ups, Vereine und NGOs brennen meist für ihr Thema. Lassen Sie diesen Funken auf (potenzielle) Kunden* überspringen!


Lassen Sie Ihren Firmenblog „menscheln“

  1. Lassen Sie die Menschen zu Wort kommen, die bei Ihnen arbeiten. Und zwar in gut geführten Interviews. Wichtig ist wiederum: Ihre Leser* sollen durch die Interviews einen Mehrwert – zum Beispiel einen Einblick ins Unternehmen – gewinnen und nicht ins Gesicht geworfen bekommen, wie toll Produkt x ist!
  2. Binden Sie Ihre Leser* mit ein! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Umfrage? Oder Sie thematisieren Dinge, die Ihre Kunden* in letzter Zeit häufig gefragt haben. Die Möglichkeiten sind vielfältig!
  3. Kooperieren Sie!
  4. Vielleicht wollen Sie einen Kunden* porträtieren? Oder Sie laden sich einen Gastblogger* ein, um eine neue und ganz frische Perspektive auf Ihre Organisation zu werfen?

Wichtig ist: Treten Sie mit Ihrer Leserschaft in einen Dialog. Blogs mögen auf den ersten Blick wie einseitige Kommunikation wirken – das müssen sie aber nicht sein!

Erzählen Sie Geschichten!

Die meisten Menschen lieben Geschichten – die neueste Netflix-Serie, eine tolle Doku im Fernsehen, eine mitreißende Reportage in einer Zeitung oder ein gutes Buch, das man vor dem Einschlafen liest. Geschichten ziehen uns seit Jahrtausenden in ihren Bann. Geschichtenerzähler* heißen auf Neudeutsch Storyteller*. Das ändert nichts an dem was sie tun: Es geht darum, aus einem einfachen Sachverhalt heraus einen Spannungsbogen aufzubauen. So entstehen Geschichten. Man kann sagen: „Ein Mädchen und seine Großmutter wurden von einem Wolf gefressen und ein Jäger hat sie befreit.“ Oder man kann die Geschichte vom Rotkäppchen lebendig erzählen. Was würden Sie lieber lesen?

3 Ideen für angehende Storyteller*

  1. Erzählen Sie die Geschichte Ihres Produkts – vom Rohstoff bis ins Supermarktregal. Sie kennen sicherlich die Dokus, die genau das tun. Wenn es Ihnen wie mir geht und Sie auch häufig daran hängenbleiben, dann wissen Sie, warum das durchaus ein gutes Thema ist!
  2. Beweisen Sie Mut! Wie? Wenn es zu Ihrer Firma passt, seien Sie durchaus auch humorvoll. Fürchten Sie sich dabei nicht davor, andere Wege als Ihre Konkurrenz zu beschreiten – das italienische Bestattungsunternehmen Taffo macht es vor (hier geht es zum Bericht darüber in der Kleinen Zeitung). Denken Sie daran: Ihre Firma ist ein David inmitten vieler Goliaths – machen Sie sich bemerkbar!
  3. Stellen Sie einen Helden* in den Mittelpunkt der Geschichte. Jede gute Story hat einen Helden*: Die Räubertochter Ronja, Pippi Langstrumpf, Hänsel und Gretel, John McClane in Stirb Langsam, Axel Foley im Beverly Hills Cop, oder Randle Patrick McMurphy in Einer flog übers Kuckucksnest – sie alle haben eines gemeinsam: Wir haben sie mit Begeisterung durch ihre Geschichten begleitet. Heißt das jetzt, dass Sie Bruce Willis, Eddie Murphy oder Jack Nicholson engagieren müssen? Natürlich nicht – das sprengt das Budget vieler Firmen und ist auch gar nicht unbedingt erforderlich. Das zeigt zum Beispiel British Airways in diesem großartigen Video – achten Sie darauf, dass die Firma bei diesem Video nicht im Mittelpunkt steht:
Wer bekommt bei diesem großartigen Video von British Airways keine Tränen in den Augen? Die Kommunikationsabteilung von British Airways weiß, wie perfektes Storytelling funktioniert.

Planung ist alles!

Sie haben schon viele Ideen für großartigen Content? Wunderbar! Dennoch sollten Sie Ihren Content planen – über das Jahr hinweg ergeben sich immer wieder Schwerpunkte wie Weihnachten, Chanukkah, Ramadan / Eid, Valentins-, Vater-, Muttertag, Gedenktage und vieles mehr, das Sie als Firma oder Verein vielleicht besonders beschäftigen könnte. Oder Sie möchten sich Themenschwerpunkte setzen – zum Beispiel als Greißlerei, die gerne saisonale Produkte an die Kundschaft bringen möchte oder als Boutique, die die Kundschaft mit Kleidung für die kommende Saison versorgen möchte!

Wichtig ist: Lassen Sie sich terminlich nicht kalt erwischen, sondern planen Sie vor und produzieren Sie den Content rechtzeitig!

Abschließende Tipps

  • Achten Sie auf SEO (Search Engine Optimisation – oder zu Deutsch: Suchmaschinenoptimierung) – schließlich wollen Sie ja gefunden werden!
  • Veröffentlichen Sie nie einen Blogbeitrag direkt nachdem Sie ihn geschrieben haben! Lassen Sie ihn ein, zwei Tage liegen – lesen Sie ihn selbst nochmal. Ich bin mir zu 99,9% sicher, dass sie noch Passagen umschreiben werden. Vermutlich finden Sie auch noch ein paar Rechtschreibfehler. Das passiert auch den Profis.
  • Lassen Sie Ihren Blogbeitrag gegenlesen – idealerweise von einem Laien* mit guten Rechtschreib- und Grammatikkenntnissen. Idealerweise bitten Sie einen professionellen Lektoren* darum.
  • Erklären Sie Fachbegriffe. Meine goldene Regel: Ich schreibe immer so, dass es auch meine Oma – sprich eine intelligente Frau, die aber schon relativ weit weg von der Technik und vor allem von PR und dem Internet ist – verstehen würde.
  • Sie haben keine Zeit oder kein Händchen fürs Schreiben? Engagieren Sie jemanden, der Ihre Blogbeiträge schreibt! Ich rate aber dringend von Portalen ab, die billigst Texte verkaufen – die Qualität Ihres Beitrages leidet darunter. Professionelle Texter* kosten zwar um einiges mehr, aber bedenken Sie: Das Internet vergisst nie! Sie wollen in einigen Jahren auch noch mit Ihrem Content zufrieden sein, weil er immer noch auf Google gefunden werden wird. Sie wissen nicht, wie Sie jemanden finden? Dafür haben Sie eine PR-Beraterin: Ich bin mit professionellen Texter* vernetzt und texte auch selbst. Kontaktieren Sie mich für ein unverbindliches Angebot!

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